Ölmalerei Malmittel – Geht Öl malen auch ohne Lösungsmittel und mit schneller Trocknungszeit? Was du zum Einsatz von Malmittel für Ölfarbe wissen musst.

Ölmalerei Malmittel
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Ölmalerei Malmittel – Du willst mit Ölfarben malen und schreckst aber noch vor der Verwendung von Malmitteln zurück? Das muss nicht sein! Am Ende dieses Beitrags hast du sicher den Respekt davor verloren. 😊

Ölmalerei Malmittel – Wenn es um das Malen mit Ölfarben oder doch lieber Acryl geht, scheiden sich die Geister. Ich höre immer wieder von anderen Künstlern, dass sie lieber auf den direkten Konkurrenten der Ölfarbe – die Acrylfarbe – zurückgreifen. Die Begründung?

Sie wollen direkt losmalen und kein Ölmalerei Malmittel benutzen. Und dass die lange Trocknungszeit von Ölfarben blöd ist, höre ich auch immer wieder. Diese „Ausreden“, wieso Ölmalerei unpraktisch ist, kommen dir bekannt vor? Dann schau dir mal mein Video an, vielleicht siehst du die Welt danach anders:

Du siehst also: Weder das Thema „Ölmalerei Malmittel“ noch die vermeintlich lange Trocknungszeit sind ein Grund, NICHT mit Ölfarben zu malen. Du brauchst nur das richtige Hintergrundwissen zur Verwendung von Ölmalerei Malmitteln und schon kannst auch du die Vielfältigkeit der Ölmalerei genießen.

Deshalb werde ich dir heute alles erzählen, was du über Ölmalerei Malmittel wissen musst. Du wirst sehen, das Malen mit Ölfarben wird dann ganz schnell zu einer wahren Bereicherung deiner künstlerischen Arbeit. Auf dass auch du bald dein Ölgemälde startest! Los geht’s!

Ölmalerei Malmittel – Warum Malmittel dein künstlerisches Schaffen bereichern werden

Fangen wir zunächst mal mit den wesentlichsten Fragen an, die dir bestimmt im Kopf herumschwirren. Was ist Ölmalerei Malmittel genau und muss ich wirklich immer Malmittel für die Ölmalerei verwenden? Das werden wir jetzt Schritt für Schritt klären.

Malen Ölfarbe

 

Was sind Ölmalerei Malmittel überhaupt? DIE Möglichkeit, deine Ölfarben zu verändern.

Also, erstmal die Definition von Ölmalerei Malmittel. Letztendlich ist das nichts anderes als ein Hilfsmittel für dein Ölgemälde. Wie es dir hilft? Naja, Ölmalerei Malmittel gibt dir die Möglichkeit, mindestens eine – wenn nicht sogar mehr – Eigenschaften deiner Ölfarbe zu deinen Gunsten zu verändern. Beispiele gefällig?

Durch den Einsatz von Malzusätzen kannst du z. B. Einfluss auf Farbkonsistenz, Farbglanz, Trocknungsdauer, Farbtransparenz und Beständigkeit deines Gemäldes nehmen. Und das beste dabei: Das alles geschieht, ohne dass sich die Farbpigmente ändern. Heißt also z. B. auch bei Verwendung von Malmitteln bleibt deine gelbe Ölfarbe gelb. Klingt schonmal gut? Finde ich auch.

Wann du Ölmalerei Malmittel verwenden solltest

Kommen wir also zur nächsten Frage. Muss ich Malmittel immer bei Ölgemälden verwenden? Und wenn nicht, wann sollte ich es dann verwenden?

Also, eins vorab. Eine ganz pauschale Antwort gibt es auf diese Frage nicht. Eins kann man aber sagen. Bei manchen Maltechniken ist der Einsatz von Ölmalerei Malmitteln tatsächlich wichtig.

Dazu zunächst ein kurzer Exkurs zu Maltechniken der Ölmalerei.

Ölmalerei Grundausstattung

Exkurs: Die 2 Haupttechniken der Ölmalerei – Alla Prima und Schichtenmalerei

Ölgemälde können im Wesentlichen auf 2 Arten gemalt werden – Alla Prima oder in Schichten. Was das heißt?

Alla Prima – Nass in Nass mithilfe von Ölmalerei Malmitteln

Alla Prima – auch Primamalerei genannt – bedeutet nichts anderes als Nass in Nass. Vielleicht hast du das schonmal im Zusammenhang mit Aquarellmalerei gehört. Bei Ölfarben geht Nass in Nass ein klein wenig anders als beim Aquarellieren.

Beim Malen mit Ölfarben bedeutet diese Technik nämlich, dass die Farben sowohl auf der Palette als auch direkt auf der Leinwand gemischt werden. Du kannst die Farben dabei komplett pur oder mit einem Ölmalerei Malmittel verdünnt verwenden. Außerdem kannst du Malmittel bei dieser Technik auch verwenden, um die Ölfarbe während des gesamten Malprozesses schön feucht zu halten.

Das gesamt Bild wird bei dieser Technik in einer Schicht gemalt. Deswegen spricht man auch von der direkten Malerei.

Malen mit Ölfarben
Schichtenmalerei – Erschaffe verschiedene Layer durch die Ölmalerei Malmittel

Wie der Name eigentlich schon andeutet, entsteht hingegen bei der Schichtenmalerei erst durch das Auftragen mehrerer Layer das fertige Ölgemälde. Eine neue Schicht wird immer dann aufgetragen, wenn die vorherige mehr oder weniger getrocknet ist. Bei dieser Technik ist die Verwendung von Ölmalerei Malmitteln ganz elementar. Wieso?

Weil es bei der Layertechnik ganz arg wichtig ist, dass sich die untere Schicht durch den Auftrag der nächsten Schicht nicht ablöst. Die untere Schicht muss also gut haften. Wie schafft man das? Naja, Ölfarbe haftet dadurch, dass sie in einen porösen Untergrund einzieht. Ist die untere Ölfarbschicht nun zu fett, kann die nächste Schicht nicht gut haften. Daher gilt für die Schichtenmalerei folgende Prämisse.

Die Schichten werden fett über mager aufgetragen. Heißt, die untere Schicht muss stark mit Ölmalerei Malmittel verdünnt werden. So entsteht eine magere Farbschicht mit wenig Ölgehalt. Die zweite Schicht wird dann mit einer anderen Malmittel-Zusammensetzung verdünnt. Dieses Malmittel enthält meist unter anderem Öl. Wieso?

Weil dieses zusätzliche Öl die untere Schicht ebenmäßiger erscheinen lässt und gleichzeitig für eine gute Haftung der zweiten Schicht sorgt. Kommt dann noch eine dritte Schicht hinzu, wird für diese wieder eine andere Ölmalerei Malmittel Mischung verwendet, die wieder die Poren der unteren Schichten auffüllt. Du siehst: Mit jeder Schicht wird der Ölanteil höher – die Farbe wird fetter.

Ganz zum Schluss wird dann noch eine Firnis-Schicht aufgetragen. So viel schonmal an dieser Stelle zur Theorie. Weil ich meine Ölgemälde in den meisten Fällen in der Layertechnik male, werde ich dir am Ende des Beitrags noch Schritt für Schritt erklären, welches Ölmalerei Malmittel du genau für welche Layerschicht einsetzten solltest.

Übrigens: Mehr zur Layertechnik findest du auch in meinem YouTube-Video. 😊

Weitere Einsatzmöglichkeiten für Ölmalerei Malmittel

Es gibt natürlich neben der Wahl der Maltechnik noch viele weitere Gründe, weshalb du Ölmalerei Malmittel verwenden kannst. So kannst du durch Malmittel z. B. beeinflussen, ob dein Ölgemälde matt oder glänzend, knallig oder eher dezent erscheint.

Außerdem kannst du durch Ölmalerei Malmittel die Trocknung deines Gemäldes beschleunigen oder verzögern. Heißt, du musst nur das richtige Mittel verwenden und schon zählt auch das Argument „Ölfarbe trocknet so langsam“ nicht mehr. Auch zum Schutz deines Gemäldes kannst du Ölmalerei Malmittel verwenden.

Du siehst, Malmittel können echt hilfreich sein für dein Ölgemälde! Und nachdem du jetzt weißt, was du alles mit Ölmalerei Malmittel erreichen kannst, schauen wir uns jetzt mal als nächstes an, welche Malzusätze genau du für was verwenden kannst.

Malen mit Ölfarben Pinsel
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Ölmalerei Malmittel kaufen – Welches Malmittel du für welchen Zweck kaufen kannst

Wie du eben gesehen hast, kannst du durch Ölmalerei Malmittel verschiedenste Dinge erreichen. Und klar, für alles gibt es unterschiedliche Malmittel. Also, schauen wir uns das mal genauer an. Ich stelle dir gleich eine Auswahl von 3 verschiedenen Ölmalerei Malmitteln vor. Für deine Grundausstattung sollte das reichen. Es gibt aber natürlich noch viele weitere Möglichkeiten – teste dich ruhig durch!

Welche Ölmalerei Malmittel du kaufen kannst – eine Auswahl

Trocknungsneutrale Ölmalerei Malmittel zum einfacheren Vermalen

Du willst einfach nur deine Ölfarben mit Ölmalerei Malmittel verdünnen, um die Farben besser vermalen zu können? Dann solltest du auf typische Lösungsmittel wie Terpentin bzw. Terpentinersatz zurückgreifen. Und keine Sorge, Lösungsmittel können auch geruchsneutral sein. Gutes Lösungsmittel gibt es z. B. von Winsor & Newton.

Achtung: Vielleicht ist dir auch schonmal der Begriff „Venezianisches Terpentin“ begegnet. Das ist ein klassisches Lasurmalmittel, also nur pur als letzte Schicht zu verwenden. Nicht zu verwechseln mit „normalem“ Terpentin.

Öle als Ölmalerei Malmittel – Verzögern die Trocknung

Wenn du hingegen deine Ölfarben länger vermalen können und sie gerne noch geschmeidiger in der Konsistenz haben magst, kannst du ihnen zusätzliches Öl als Bindemittel hinzufügen. Du hast dabei die Wahl zwischen Leinöl, Standöl, Mohnöl und Walnussöl.

Die Allzweckwaffe ist dabei das Leinöl. Einfach in der Anwendung, dezent glänzend und relativ preiswert, ist es auch mein Standardprodukt.

Aber auch die anderen 3 Öle haben so ihre Vorteile. Standöl ist z. B. sehr elastisch und schafft schöne glatte Oberflächen. Mohnöl hingegen ist super, wenn du nass in nass arbeiten magst. Und Walnussöl hat die Eigenschaft, vergleichsweise schnell zu trocknen (schnell heißt an dieser Stelle weniger als 3 Tage).

Übrigens: Wie genau ich meine Ölmalerei Malmittel anmische, findest du am Ende des Beitrags. 😊

Ölmalerei Malmittel zur schnelleren Trocknung der Ölfarbe

Dich stört, dass Ölfarben relativ langsam trocknen? Dann solltest du dir Ölmalerei Malmittel zur schnelleren Trocknung der Farbe zulegen. Die enthalten einen Zusatz, der dafür sorgt, dass das Öl schneller mit dem Sauerstoff der Umgebung reagiert und die Ölfarbe so schneller trocknet. Den Zusatz nennt man Sikkative. Klingt exotisch, sind aber eigentlich nur bestimmte Metallverbindungen.

Die moderne Alternative zu Sikkativen sind übrigens Alkydmalmittel. Die kannst du sowohl zum Vermischen mit Farben als auch als reine Lasurschicht verwenden. Auch Alkydmalmittel verkürzen die Trocknungszeit deines Gemäldes und sorgen dafür, dass deine Farben lange leuchten. Liquin ist z. B. ein Alkydmalmittel. Das sorgt dafür, dass deine Ölfarbe deutlich schneller trocknet. Es wird gerne bei Kunstworkshops verwendet, damit möglichst schnell die 2. Farbschicht aufgetragen werden kann.

Liquin gibt es z. B. von Winsor & Newton.

Selbstverständlich gibt es noch unzählige weitere Ölmalerei Malmittel – teste dich einfach durch. 😊

Ölmalerei Malmittel

 

So wendest du Ölmalerei Malmittel bei der Layertechnik an

Damit kommen wir zum versprochenen Tipp, wie genau ich Ölmalerei Malmittel für die Layertechnik anwende.

Weiter oben habe ich dir ja schonmal grob beschrieben, wie man bei der Layertechnik vorgeht – du erinnerst dich vielleicht noch an die „fett über mager“ Prämisse. Mit jeder Schicht wird der Ölgehalt deines Malmittels höher. Die Farbe wird also immer fetter. Was genau heißt das jetzt in der Praxis für die eigene Herstellung und Mischung deines Malmittels? Das werden wir jetzt Schicht für Schicht durchgehen.

Achtung: Es handelt sich dabei nur um eine Darstellung meiner Vorgehensweise. Selbstverständlich gibt es viele verschiedene Herangehensweisen. 😊

Layer 0 – Die Grundierung deiner Leinwand ist auch ein Ölmalerei Malmittel

Ja, du hast richtig gelesen. Auch vor der eigentlichen Ölmalerei verwendest du schon ein Ölmalerei Malmittel. Das passiert nämlich dann, wenn du deine Leinwand z. B. mit Gesso grundierst.

Mehr Infos dazu findest du in meinem Beitrag zum Grundieren mit Gesso. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen. 😊

Ölmalerei Malmittel in der ersten Layerschicht

Kommen wir damit zur ersten „richtigen“ Ölfarbschicht. In der ersten Layerschicht verwende ich meist eine Mischung aus 50 % Terpentinersatz und 50 % Leinöl. Die Schicht enthält somit wenig Öl und trocknet verhältnismäßig schnell.

Die zweite Layerschicht

Die zweite Layerschicht darf dann fetter werden. Wenn ich mehr als 2 Schichten für mein Gemälde plane, verwende ich für die 2. Schicht als Ölmalerei Malmittel 25 % Terpentinersatz und 75 % Leinöl.

Plane ich hingegen insgesamt nur 2 Schichten, verwende ich schon im 2. Layer 100 % Leinöl als Malzusatz.

Noch eine 3. Schicht gefällig? Das Ölmalerei Malmittel für Runde 3

Gibt es noch eine 3. Farbschicht in meinem Ölgemälde, so verwende ich dann für diese Schicht als Malmittel 100 % Leinöl.

Ich denke, das Prinzip hast du jetzt verstanden. 😊

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Die letzte Schicht – Firnis

Die letzte Schicht deines Ölgemäldes sollte immer eine Firnisschicht sein.

Du willst mehr zur Firnisschicht wissen? Dann schau dir mal meinen Beitrag zum Ölfarbe Versiegeln mit Firnis an. 😊

Letzte Frage: Wie genau bringe ich das Ölmalerei Malmittel mit der Ölfarbe zusammen?

Du weißt jetzt, wie sich mein Ölmalerei Malmittel für die verschiedenen Schichten zusammensetzt. Bleibt noch eine Frage übrig. Wie genau bringt man das Malmittel eigentlich mit der Ölfarbe zusammen?

Also, am einfachsten geht das, wenn du ein bisschen von deinem Ölmalerei Malmittel in ein kleines Gefäß machst. Eignen tun sich z. B. Eierbecher, Deckel von alten Trinkflaschen (dann nicht nochmal zum Trinken verwenden!!!!), oder was auch immer dir einfällt. In dieses Gefäß mit Malmittel tunkst du dann deinen Pinsel immer mal wieder ein und malst das Mittel dann so in deine Ölfarbe ein. Probiers einfach aus. 😊

Kurz und knapp

Damit wären wir am Ende angekommen. Ich hoffe, du hast die Scheu vor dem Malen mit Ölfarben verloren, weil du jetzt weißt, dass Ölmalerei Malmittel kein Hexenwerk ist. Und auch für das „Problem“ der langen Trocknungsdauer gibt es eine Lösung. 😊

Du hast gelernt, dass du mit Ölmalerei Malmitteln verschiedenste Eigenschaften der Ölfarbe beeinflussen kannst. Außerdem weißt du jetzt, dass du gar nicht unbedingt Malmittel für dein Ölgemälde verwenden musst. Der Einsatz ist abhängig von der Technik, in der du dein Ölgemälde malen willst.

Für die Layertechnik solltest du Ölmalerei Malmittel verwenden. Wie du aber in meiner Schicht für Schicht Anleitung am Ende des Beitrags gesehen hast, brauchst du dazu nicht mehr als (übrigens geruchsneutralen) Terpentinersatz und Leinöl sowie Firnis für die Schlussversiegelung. Und wenn dir Ölfarben zu langsam trocknen: Auch dafür gibt es Malzusätze.

Malen mit Öl

Also nichts wie ran an Pinsel und Leinwand! Viel Spaß beim Malen mit Ölfarben! 😊

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Übrigens: Alle Materialien, die du zur Ölmalerei brauchst, findest du auch in meinem Beitrag zur Ölmalerei Grundausstattung. 😊

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19 Idee über “Ölmalerei Malmittel – Geht Öl malen auch ohne Lösungsmittel und mit schneller Trocknungszeit? Was du zum Einsatz von Malmittel für Ölfarbe wissen musst.

  1. Avatar
    Renate Coote sagt:

    Sehr hilfreich der Artikel! Nun habe ich 2 Fragen: Kann ich Leinöl aus dem Bioladen zur Ölmalerei verwenden? Kann man Leinöl und leinölfirnis mischen, um den trocknungsvorgang der Ölfarben auf der Leinwand etwas hinauszuzögern? Da ja im Leinölfirnis sikkative enthalten sind (zu viele wie ich meine trocknet zu schnell).
    Ich verwende keinen Terpentinersatz oder andere Malmittel außer Leinöl.

    • Simon
      Simon sagt:

      Hallo Renate, vielen Dank für deinen Kommentar!
      Grundlegend würde ich dazu raten, für das Malen auch die dafür vorgesehen Materialien zu verwenden.
      Es ist natürlich auch toll eigene Sachen auszuprobieren und man kann eigene Erkenntnisse sammeln. 🙂
      Ich persönlich habe noch nicht versucht mit Öl aus dem Bioladen zu malen. Es kann natürlich sein, dass dies auch funktioniert,
      ich denke aber nicht, dass es besser sein wird als Öl-Mittel die speziell für das Malen sind. 🙂
      Wenn du reines Leinöl verwendest müsste doch die Trocknungszeit schon sehr lange sein? Was genau möchtest Du malen, das mit Ölfarben + Leinöl zu schnell trocknet? 🙂

      Firnis verwende ich nur folgendermaßen:
      Retuschierfirnis nach ca. 4 Wochen (hängt aber von der Dicke der Ölschicht ab).
      Den finalen Firnis erst nach einem Jahr.

      LG
      Simon 🙂

    • Simon
      Simon sagt:

      Hallo Sigrid,
      vielen Dank für deine Frage. 🙂
      Leinöl ist ein Standöl. Sprich es ist ein Öl, das trocknet bei Kontakt mit Luft.
      Deshalb ist Leinöl auch für Ölfarben geeignet. 🙂
      Diese sollen ja nach einer gewissen Zeit trocknen.

      LG
      Simon

  2. Avatar
    Jürgen sagt:

    Hallo Simon,

    super Beitrag endlich mal eine sehr schöne Erklärung zur Anwendung der Malmittel – Wann und Warum 🙂
    Aber eine Frage noch: Wenn ich mit Flüssigweiß die Leinwand zum Nass-in-Nass malen vorbereitet habe, kann ich dann noch mit Balsam-Terpentiöl die Farben verdünnen? Oder ist diese dann schon magerer als das Flüssigweiß? Da ich nicht weiß, wie fett bzw mager das Flüssigweiß ist (habe das von Bob Ross und noch keine Angabe über die Zusammensetzung gefunden) Die Farben die ich verwende sind teilweise nicht von Bob Ross, sondern von anderen Herstellern (z.B. Magi)

    Im Voraus vielen Dank für die Info
    Gruß
    Jürgen

    • Simon
      Simon sagt:

      Hallo Jürgen,
      zuerst wäre wichtig zu wissen, warum du Nass auf Nass in deine noch nicht getrocknete Grundierung malen möchtest.
      Möchtest du dadruch bestimmte Effekte erzielen?
      Hast du vor nach der ersten Schicht noch weitere Schichten zu malen oder soll es bei der Nass in Nass Schicht bleiben?
      Wenn es nur eine Schicht wird, würde ich annehmen, dass es eher unproblematisch ist. 🙂
      Bei mehreren darauffolgenden Schichten müsstest du darauf achten, dass du mit jeder Schicht mehr Öl in die Mischung gibtst.

      Liebe Grüße
      Simon

  3. Avatar
    Jürgen sagt:

    Hallo Simon,
    erst mal muss ich mich vielmals entschuldigen. Habe durch den ganzen Corona Stress lange nicht mehr rein geschaut und Deine Antwort noch nicht gesehen. Du hast ja sehr schnell geantwortet, dafür vielen Dank-
    Entweder habe ich grundlegend was falsch verstanden, oder ich habe mich falsch ausgedrückt. Ich dachte das Flüssigweis ist die Basis für die Nass-in-Nass Technik und man muss direkt in den nassen Untergrund malen. Muss das Flüssigweis erst trocknen?

    Liebe Grüße
    Jürgen

  4. Avatar
    Jürgen Regitz sagt:

    Hallo Simon,

    erst mal muss ich mich entschuldigen, das ich jetzt erst wieder hier bin. Ich dachte nicht, dass Du so schnell antwortest und durch den ganzen Corona Stress habe ich auch heute erst wieder die Zeit gefunden mal hier vorbei zu schauen.
    Also entweder habe ich jetzt das Prinzip nicht verstanden, oder wir schreiben über verschiedene Dinge.
    Ich dachte das Flüssigweiß ist die Basis für die Nass-in-Nass Technik und man muss mit dem Malen beginnen solange das noch nass ist. Muss das Flüssigweiß, oder auch das Flüssigtransparent erst trocknen? Wozu nehme ich das dann? Eine Grundierung habe ich ja schon durch das Gesso, das ich vorher aufgetragen habe (dierses habe ich natürlich erst durchtrocknen lassen)

    LG
    Jürgen

    • Simon
      Simon sagt:

      Hallo Jürgen,
      garkein Thema! 🙂
      Wir sind selbst gerade sehr eingepannt.
      Ja, es kann gut sein dass wir über verschiedene Sachen reden.
      Wenn du wirklich Nass in Nass malen willst, darfst du die extra Farbschicht natürlich nicht erst trocknen lassen. 🙂
      Ich dachte zuerst du willst die Farbe als Grundierung verwenden.

      Was für ein Ziel verfolgst du mit der Nass in Nass Technik? Willst du bestimmte Effekte erzeugen? 🙂

      Liebe Grüße
      Simon

  5. Avatar
    Jürgen sagt:

    Hallo Simon,

    nein ich will damit keine besonderen Effekte erzeugen. Sondern einfach nur die NiN Terchnik anwenden um schnellere Ergebnisse zu erzielen. Für die Layertechnik muss man ja schon sehr viel Zeit aufwenden, wenn jeder Schicht erst mal mehrere Wochen trocknen muss. Das will ich vielleicht auch mal zusätzlich probieren 🙂 aber derzeit beschäftige ich mich erst mal mit NiN. Hier ging es mir nur darum, ob ich auf dem Flüssigweiß trotzdem meine Farben noch mit einem Malmittel geschmeidiger machen kann, oder ob dieses dann die Farbe zu mager macht und nicht mehr auf dem Flüssigweis hält.

    Gruß
    Jürgen

  6. Avatar
    Ralf sagt:

    Leinöl als Terpentinersatz . Überlegung wert , welche Vorteile bzw. Nachteile ergeben sich ?
    Danke im Voraus für die Antwort .
    Ralf

    • Simon
      Simon sagt:

      Hallo Ralf,
      danke für deinen Kommentar.

      Das hängt ganz von der Technik ab die du malen möchtest. 🙂
      Ich persönlich male in der ersten Schicht mit einer Mischung aus viel Lösungsmittel und wenig Leinöl.
      In den weiteren Schichten erhöhe ich den Ölanteil im Malmedium mit jeder Schicht.

      LG Simon 🙂

  7. Avatar
    Danny sagt:

    Hallo zusammen,
    ich habe mal eine Frage. Ich bin was die Ölmalerei betrifft Anfänger 🙂 Kann ich, wenn ich ein Bild in mehreren Schichten male, zuerst Leinöl verwenden und dann in den späteren Schichten Standöl?
    Da ja Standöl langsamer trocknet als das modifizierte Leinöl ist dies im Prinzip möglich oder?
    Gerade was Details betrifft und Lasuren ist das Standöl sehr praktisch, finde ich.

    Ich freue mich auf eine Antwort von euch.
    LG Daniel

    • Simon
      Simon sagt:

      Hi Danny,
      ich kopiere hier nochmal meinen Kommentar aus Youtube, damit es andere evtl. auch lesen können. 🙂

      Hallo Danny,
      den Begriff Standöl musste ich ehrlich gesagt erstmal googeln.
      Was mich dabei etwas verwundert hat ist, dass bei Wikipedia Leinöl nicht in die Kategorie Standöl gezählt wird. Gleichzeit finde ich aber Standöl mit Leinöl Aufdruck. 😀

      Prinzipiell würde ich empfehlen Öl zu verwenden, das für den Künstlerbedarf gedacht ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass andere Öle evtl. leichter vergilben oder Ähnliches.
      Mein Vorgehen ist folgendes:
      1. Schicht hauptsächlich Lösungsmittel und minimal Leinöl
      2. Schicht z.B. 80% Lösungsmittel 20% Leinöl
      3. Schicht 60/40 ………. usw. 🙂

      LG
      Simon

  8. Avatar
    Robert sagt:

    Hi Simon, erst einmal vielen Dank für deine ausführlichen Tipps und Erklärungen. Es hat mir bisweilen geholfen die Grundlagen der Ölmalerei besser zu verstehen. Bitte weiter so!
    Leider war mir die Fett auf Mager Systematik im vornherein nicht ganz bewusst und habe Farben generell streichfähig mit Leinöl verdünnt egal in welcher Schicht. Für mich war das Leinöl meine Verdünnung. Wie Dramatisch ist das nun an Hand deiner Erfahrungen. Sind die Bilder nun nichts mehr wert und reif für die Tonne?
    PS: die Bilder wurden immer binnen zwei bis drei Tage gemalt, also Fast Nass in Nass

    Lieben Dank für deinen Antwort im Voraus!

    LG,
    Robert

    • Simon
      Simon sagt:

      Hallo Robert,
      vielen Dank für dein Lob.
      Ich würde annehmen, dass es nicht so schlimm ausgehen wird. Letztendlich hilft aber nur abwarten und hoffen, dass keine Risse entstehen.

      Liebe Grüße
      Simon 🙂

  9. Avatar
    Gwendolyn sagt:

    Hallo,

    ich habe noch folgende Fragen:

    1. Wenn ich bei den unteren Schichten Balsamterpentinöl verwende und bei den oberen Schichten Liquin verwende, wie ist es dann mit Lasuren.
    Wenn ich jetzt bei den unt Schichten bin und jetzt eine Lasur machen möchte, muss ich dann eine Lasur mit Balsamterpentinöl + Liquin machen oder muss ich da ein weiteres Öl dazu verwenden?

    2. Und bei der Lasur, wenn ich jetzt z. B. eine Farbe habe die halbdeckend ist, wie kann ich diese zu einer Lasur machen, sodass auch die Transparenz erhöht wird?

    3. Bei den unteren Schichten mit Balsamterpentinöl brauchen diese dann länger oder kürzer zum Trocknen, wenn ich Farben verwende, bei denen es heißt 7 – 8 Tage Trocknung, bei dünnen Schichten.

    4. Wenn ich in mehreren Schichten male und einen Hintergrund anlege, der ein Holzmuster haben soll, kann ich bei dem Hintergrund dann einfach Balsamterpentinöl und die Farbe verwenden oder gibt es da noch was zu beachten?

    5. Wenn ich bei einem Bild nur die Farben ohne Malmittel etc. verwende und beim Malen die Farbe von Haus aus halbdeckend ist, kann ich dann einfach wenn diese trocken ist, nochmal eine Schicht ohne Malmittel etc. darüber malen oder muss ich in diesen Fall, da es ja dann quasi 2 Schichten sind auch fett auf mager beachten?

    LG

    Gwendolyn

    • Simon
      Simon sagt:

      Hallo Gewndolyn,
      1. Ich würde dir empfehlen Liquin nur in der ersten Schicht zu verwenden, da die Schichten mit Liquin sehr schnell trocknen und durch die Verwendung in höheren Schichten
      Probleme auftreten können.
      2. Bei einer transparenten Farbe kannst du mehrere Schichten aufbringen oder den Farbanteil in der Mischung erhöhen. Wenn die Farbe auch ohne Medium schon transparent ist,
      helfen nur mehrere Schichte oder im Idealfall die Verwendung einer Farbe die Deckend ist. 🙂
      3. Eine allgemeine Angabe zur Trocknungszeit kann man meiner Meinung nach nicht geben. Es hängt sehr stark von der Farbe, vom genauen Anteil der Mischung und vom Raumklima ab.
      Deshalb hilft hier nur ausprobieren, ob es schon trocken ist.
      4. Ich bin nicht sicher, ob ich die Frage richtig verstehe. Prinzipiell gelten die Regeln Fett auf Mager in allen Bereichen der Zeichnung. Je höher die Schicht desto fetter die Mischung.
      5. Auch hier gilt immer die Regel Fett auf Mager. Ich würde empfehlen eine Farbe zu verwenden, die die gewünschte Deckkraft besitzt und dann den Farbanteil in der Mischung hoch genug halten und ggf. mehrere Schichten aufbringen.

      LG Simon

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